»Grenzübergänge für den Bahn-​​Reiseverkehr

Mrz 6th, 2009 | By | Category: Fahr- und Zugbildungspläne

In den Kurs­bü­chern der DB waren im vor­deren Teil meh­rere Seiten dem inter­na­tio­nalen Ver­kehr gewidmet. Dieser Teil wird durch eine Grafik eröffnet. Die angren­zenden Länder/​Verbindungen sind mit Buch­staben im Uhr­zei­ger­sinn klas­si­fi­ziert. Gestartet wird im Norden mit „A“.

Zuerst die Karte vom Winter 57/​58:
auslandsverkehr_wi57_b504

Ein Aus­schnitt vom Winter 1958/​1959 doku­men­tiert Ver­än­de­rungen: Schweden rückt langsam wieder näher an Mit­tel­eu­ropa – im hier gezeigten Fall über Saßnitz—Berlin; Finn­land übri­gens auch: Es wird mit eigenem Bereich (A4) auf­ge­nommen.
auslandsverkehr_wi58_b281

Die Grenz­über­gänge werden immer lan­des­be­zogen in ein­zelnen Arti­keln abge­han­delt werden.

Kenn­buch­stabe Land wei­tere Länder Anzahl Über­gänge
A Däne­mark Schweden, Nor­wegen, Finnland 3
B Polen UdSSR 1
C Tsche­cho­slo­wakei Polen 2
D Öster­reich Ungarn, CSSR, Rumä­nien, Balkan, Ita­lien, Schweiz 8
E Schweiz Ita­lien, Frank­reich, Spanien 11
F Frankreich/​Luxemburg Spa­nien, Ita­lien, Großbritannien 10
G Bel­gien Groß­bri­tan­nien 1
H Nie­der­lande Groß­bri­tan­nien 7

Die Ein­tei­lungen und Gewich­tungen der ein­zelnen Grenz­über­gänge sind in der Skizze der DB nicht immer kon­se­quent. Einige fehlen (z.B. Waldshut—Koblenz), andere sind in ihrer Ver­kehrs­be­deu­tung über­trieben (z.B. Hamburg—Süderlügum—Tønder—Esbjerg) und noch andere passen nicht so ganz hinein (Fähren von Tra­ve­münde – warum nicht auch von Kiel?).

Aus poli­ti­schen Gründen wird die DDR (sowje­ti­sche Besat­zungs­zone = SBZ) nicht als Aus­land betrachtet, son­dern die Außen­grenze wird an Oder und Neiße gesehen. Dem­ent­spre­chend fallen die Ver­bin­dungen nach Polen sehr knapp und vage aus. Auch die Ver­bin­dungen von Berlin in die CSSR fehlen.
Die inner­deut­schen Grenz­über­gänge werden in einem wei­teren Artikel beschrieben werden.

Tags: , , , , , , , , ,

3 comments
Leave a comment »

  1. Die Fähren von Tra­ve­münde nach Malmö waren, wie viele andere euro­päi­sche Fähr­ver­bin­dungen, Fähren der staat­li­chen Eisen­bahn­un­ter­nehmen, in diesem Fall der SJ. M.W. waren die Kieler Fähren von übli­chen Ree­de­reien betrieben und im Inter­na­tio­nalen Kurs­buch nicht gelistet.

    Der Grenz­über­gang Waldshut-​​Koblenz war nach meiner Erin­ne­rung kein Grenz­über­gang im Fern­ver­kehr. Die Strecke nach Esbjerg war damals noch im inter­na­tio­neln Rei­se­zug­ver­kehr gelistet und hatte Anschluss an die DSB/​BR-​​Fähren nach New­castle und Harwich.

    Damals waren Grenzen noch echte Hin­der­nisse, wie man sich das heute kaum noch vor­stellen kann und auch nur noch nach Ost­eu­ropa rei­send antrifft.

  2. Die Strecke nach Esbjerg war im Fern­ver­kehr gelistet, es sind aber kei­nerlei Hin­weise auf Fähr­ver­bin­dungen (mehr) ent­halten. Wei­terhin: Fast kein Zug von Nie­büll hatte in Tønder Anschluß nach Esbjerg.
    Wer im Fern­ver­kehr nach Esbjerg wollte, konnte Nie­büll noch mit guten Ver­bin­dungen errei­chen. Aber dann setzte sich – außer viel­leicht Eisenbahn-​​Enthusiasten – sicher­lich kaum noch jemand in Nie­büll in den VT 95 oder VT 98, um dann in Tønder schon wieder in einen Nah­ver­kehrszug (der DSB) nach Esbjerg zu steigen (um schluss­end­lich mit der Fähre ins VK (Ver­ei­nigte König­reich) zu fahren). Da war die Fern­ver­bin­dung über Flens­burg mit Gepäck deut­lich bequemer und schneller.
    Däne­mark hatte sehr wahr­schein­lich wenig bis kein Inter­esse, die Strecke Niebüll—Tønder—Esbjerg im euro­päi­schen Kon­text zu sehen.

    Zu den Fähren:
    Ich habe bis jetzt viel im Web nach Hin­weisen zu den Ree­de­reien der 50er Jahre für Ost-​​ und Nordsee-​​Personen-​​ und -Auto­fähren gesucht, aber keine schlüs­sigen Belege gefunden: einzig etliche däni­sche oder Däne­mark anfah­rende Fähren sind klar.
    Keine Belege oder ernst­haften Hin­weise habe ich bis jetzt für Fredrikshavn—Göteborg und —Oslo, Hirtshals—Norwegen, Esbjerg—VK.

    Kann jemand etwas dazu mitteilen?

  3. Esbjerg-​​UK wurde seit 1875 von der DFDS, “Det Fore­nede Dampskibs-​​Selskab” (The United Steamship Com­pany), gegr. 1866, betrieben.

    Ab 1953 (Wie­der­auf­nahme nach dem WK II) “Drott­ning Vic­toria” und “Konung Gustav V” (beide Schwe­di­sche Staats­bahnen SJ) auf der Strecke Travemünde-​​Trelleborg.

    Norwegen-​​Dänemark (Bergen/​Kristiansand-​​Hirtshals-​​Newcastle) war das Geschäft von Fred Olsen Lines, seit 1991 bei Color Line (1990 aus Jahre Line und Norway Line).

    Kiel-​​Oslo war Jahre Line, jetzt Color Line

Leave Comment