»Übergang zwischen Pwi- und Plattformwagen am Beispiel Pw3i Wü 20a

24. April 2017 | Von | Kategorie: »Württemberger«

Schon lange hatten wir in unseren Fotoarchiven nach einem Foto gesucht, dass den Übergang zwischen Gepäckwagen mit Übergangstür zu Plattformwagen zeigt. Per Zufall blieb bei einer anderen Recherche das Auge diesmal an einem relativ unscharfen Foto von Joachim Claus hängen. Es stammt aus seiner großen Stockheim-Serie.

Am linken Personenwagen (Bi-28?) waren die Plattformübergangstüren geöffnet, die Gitter waren jedoch nicht ausgefahren. Das Übergangsblech des Gepäckwagens wurde heruntergeklappt, die Sicherung des Übergangs erfolgte nur mit zwei Ketten.
Der Packwagen hat teilweise eine neue Bedachung erhalten.

Die Pw3i Wü 20a wurden in großer Stückzahl nach dem 1. Weltkrieg für den Einsatz im ganzen Reich beschafft, bevor die Lieferung der Einheitswagen begann. Der 117 301 Ffm war in Gießen beheimatet und 1923 gebaut worden.

Quellen

  • Aufnahme des Pw3i Wü 20a 117 301 Ffm von Joachim Claus am 7. Dezember 1958 in Stockheim (Oberhessen)
  • Wagenlisten der BD Frankfurt Sommer 1957 bis 1959
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3 Kommentare auf "»Übergang zwischen Pwi- und Plattformwagen am Beispiel Pw3i Wü 20a"

  1. Will Berghoff sagt:

    Ich sehe beim Bi ausgestellte Übergangsseitenbleche zum Pwi hin. Der Wagen hat keine „Schutzgitter“, sondern Bleche. Wenn die nach außen öffnenden Türen des Pwi geöffnet sind, ist genügend seitlicher Schutz vorhanden. Trotzdem war die Arbeit des Zugpersonals damals gefährlich.

  2. Preußen-Klaus sagt:

    Die Lösung der Frage ist deutlich im Bild zu sehen:
    Zwischen dem Pw3i Wü und der Donnerbüchse sind Sicherungsketten in die entsprechenden Ösen an den Törchen der Donnerbüchse und neben den nach außen aufschlagenden Übergangstüren des Gepäckwagens zu sehen.
    Die Türen zum Gepäckwagen waren im Betrieb nicht dauernd geöffnet, weil der Innenraum des Vorbaus nicht – wie etwa die offene Endbühne der Donnerbüchse – wasserfest (regenfest) ausgestattet war, je nach Bauart des Pw eventuell auch ohne weitere Zwischentür mit dem Zugführerabteil verbunden war.
    Vor den Donnerbüchsen gab es die Törchen an „i“-Wagen wohl zunächst – ab ca. 1900 – in Bayern. Ob dort auch schon Scherengitter zur Sicherung der Übergänge eingehängt wurden, weiß ich aber nicht. Die ebenfalls in Bayern erstmals verwendeten Dix-Türen erlaubten es dem Publikum erstmals, die offenen Endbühnen auch während der Fahrt zu nutzen.
    In Preußen war das ausdrücklich verboten – einzige Ausnahme waren die für landschaftlich besonders schöne Strecken ab ca. 1904/05 beschafften „„Aussichtswagen“ (BCi und Ci-Wagen), deren Endbühnen mit nach innen schlagenden Drehtüren gesichert waren. Der Übergang auf den nächsten Wagen war in Preußen durch den jeweils einseitig am Bühnengeländer angebrachten „Galgen“ und Ketten gesichert und den Reisenden nicht gestattet.

    Die von Will Berghoff vermuteten gefährlichen Arbeitsbedingungen des Bahnpersonals waren aber bei den Wagen mit „Intercommunikation“ (daher das „i“) deutlich weniger gefahrvoll als bei Zügen mit Abteilwagen, als die Schaffner an diesen noch außen über die Trittbretter von Abteil zu Abteil bzw. von Wagen zu Wagen hangeln mussten!

  3. Detlev Hagemann sagt:

    „Donnerbüchsen“ besaßen nach Deppmeyers Buch Übergangsbrücken mit Scherengittern …

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