»Triebwagen mit Brennkraftmaschinen – das Nummernsystem

21. November 2009 | Von | Kategorie: Triebwagen

Wenn Triebwagen mit Erdölprodukten angetrieben werden, sprechen die Eisenbahner meist von Diesel-Triebwagen – die Bahn fasste die Motoren, die durch Erdölprodukte angetrieben werden, unter dem Begriff  „Brennkraftmaschinen“ zusammen. Ergibt: VT = Triebwagen mit Brennkraftmaschine.

Die Betriebsnummer eines VT war entweder 5- oder 6-stellig. Sie bestand aus einer zweistelligen Stammnummer (= Baureihe) und einer 3- oder 4-stelligen Ordnungsnummer.

Die Stammnummern verraten die ungefähre Höchstgeschwindigkeit – in der ersten Ziffer der Ordnungsnummer ist hingegen die Kraftübertragung erkenntlich.

Stammnummern-Gruppen:

  • VT 01 bis 19: Drehgestellwagen mit Höchstgeschwindigkeit über 120 km/h
  • VT 20 bis 39: Drehgestellwagen mit Höchstgeschwindigkeit 100 bis 119 km/h
  • VT 40 bis 59: Drehgestellwagen mit Höchstgeschwindigkeit 85 bis 99 km/h
  • VT 60 bis 69: Drehgestellwagen mit Höchstgeschwindigkeit unter 85 km/h
  • VT 70 bis 79: Lenkachswagen mit Höchstgeschwindigkeit über 65 km/h
  • VT 80 bis 89: Lenkachswagen mit Höchstgeschwindigkeit unter 65 km/h
  • VT 90 bis 99: Schmalspur- und Sonder-VT

Ordnungsnummer-Gruppen (1. Stelle)

  • Ziffer 0 bis 4: elektrische Kraftübertragung
  • Ziffer 5 bis 8: hydraulische Kraftübertragung
  • Ziffer 9: mechanische Kraftübertragung

Beispiel

Der durch Brennkraftmaschine angetriebene Triebwagen VT 25 503 fuhr zwischen 100 und 119 km/h schnell, besaß eine hydraulische Kraftübertragung und war der dritte (oder bei einigen Bauarten auch vierte) Wagen dieser Serie.

Der VT 70 000 war zweiachsig (Lenkachsen) und fuhr über 65 km/h schnell, die Kraftübertragung war elektrisch. Es war der erste Wagen dieser Serie. Bei den VT 70 gab es alle Antriebsarten: elektrisch VT 70.0, hydraulisch VT 70.5 und mechanisch VT 70.9 – die VT 70.9 sogar in unterschiedlicher Bauform.

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