»Dom­spatz F 53 / F 54 – von der Ober­pfalz an die Water­kant

9. März 2010 | Von | Kategorie: F 53 / F 54 Domspatz

Sin­gen­den Kna­ben (Regens­bur­ger Dom­spat­zen) waren Namens­ge­ber für die­sen F-Zug, der Regens­burg und Ham­burg als Tages­ver­bin­dung ver­band. Die­ser Zug wurde im Jahr 1957/1958 noch als lok­be­spann­ter Zug gefah­ren. Der Dom­spatz gehörte zu den weni­gen F-Zügen, die sonn­tags nicht ver­kehr­ten.

Zuerst wurde diese Leis­tung mit blauen F-Zug-Wagen und lok­be­spannt gefah­ren. Erst die Frei­set­zung der VT 08 durch VT 11.5 im Win­ter 1957/1958 brachte Über­le­gun­gen ins Spiel, wel­che Zug­leis­tung mit den nun „über­flüs­si­gen“ VT 08 gefah­ren wer­den sollte. Man ent­schied sich kurio­ser­weise für die Stre­cke Hamburg—Würzburg—Regensburg: kein ein­zi­ger Kopf­bahn­hof auf dem 748 km lan­gen Fahr­weg und 250 km unter Fahr­draht. An den End­bahn­hö­fen gab es eben­falls mehr­stün­dige Stand­zei­ten. Eigent­lich sind das wenig Gründe für einen Die­sel­trieb­zug auf die­ser Rela­tion. Die Kon­se­quenz war, dass der Dom­spatz nur im Som­mer– und Win­terfahr­plan 1958 mit VT 08 gefah­ren wurde.

Im Som­mer­fahr­plan 1959 ver­kehrte statt des Dom­spat­zen der „Adler“ mit VT 08. Zug­lauf nun nur noch: Würzburg—Hamburg. Der Gam­bri­nus bediente statt­des­sen nun zusätz­lich Nürn­berg.

Asym­me­tri­sche Zug­halte

Auf der frü­hen Fahrt nach Nor­den wurde nicht in Fulda gehal­ten, son­dern in Bebra, um einen gerade noch akzep­ta­blen Anschluss nach Kas­sel zu ermög­li­chen. Auf der spä­ten Fahrt nach Süden wurde hin­ge­gen nicht in Bebra gehal­ten, son­dern in Fulda, da der etwas frü­her fah­rende TEE 78 Hel­ve­tia über­haupt kei­nen Halt zwi­schen Göt­tin­gen und Frank­furt anbot.

Befah­rene Stre­cken

  • Kbs 417 Regensburg—Nürnberg
  • Kbs 416 Nürnberg—Gemünden (Main)
  • Kbs 192 Süd­ost Gemün­den (Main)—Flieden
  • Kbs 192 Flieden—Bebra
  • Kbs 202 Süd­ost Bebra—Eichenberg
  • Kbs 202 Ost Eichenberg—Göttingen
  • Kbs 202 Nord Göttingen—Hannover
  • Kbs 211 Süd­west Hannover—(Langenhagen—)Celle
  • Kbs 211  Celle—Hamburg-Altona

Umstei­ge­mög­lich­kei­ten

Auf der Fahrt von Regens­burg gen Nor­den bestand in Würz­burg Umstei­ge­mög­lich­keit am glei­chen Bahn­steig in den F 33 „Gam­bri­nus“ von Mün­chen ins Ruhr­ge­biet über Frank­furt und Köln.
In Han­no­ver konnte man ins Sach­sen­roß (F 16) nach Bie­le­feld und Hamm oder in einen Eil­zug Rich­tung Bre­men mit akzep­ta­blen Zei­ten umstei­gen.

Den Zug Rich­tung Süden konnte man in Han­no­ver mit D-Zug aus Lüneburg/Uelzen/Celle und mit Eil­zug aus Bre­men errei­chen. Im Kno­ten­punkt Würz­burg bestand wie­der am glei­chen Bahn­steig Umstei­ge­mög­lich­keit zum F 34 „Gam­bri­nus“.

Ver­gleich der Fahr­zei­ten

Bei der Betrach­tung emp­fiehlt es sich, die Stre­cke Nürnberg—Regensburg nicht so hoch zu gewich­ten, denn abseits der Zen­tren ver­liert der Zug seine bevor­zugte Behand­lung im Zeit­plan.

F 53Wi 57Dauer Wi 57Dauer So 58So 58OrtWi 57Dauer Wi 57Dauer So 58So 58F 54
107:45StartStart7:46Regens­burg22:25727222:3317
209:0580759:01Nürn­berg21:132221:2116
309:08339:04Nürn­berg21:11647221:1915
410:13656910:13Würz­burg20:07111120:0714
510:23101010:23Würz­burg19:56857919:5613
612:2512211512:18Bebra12
712:261112:19Bebra11
8Fulda18:311118:3710
9Fulda18:301009518:369
1013:25596013:19Göt­tin­gen16:501117:018
1113:261113:20Göt­tin­gen16:49646317:007
1214:30646414:24Han­no­ver15:456215:576
1314:366314:27Han­no­ver15:3911511315:555
1416:3111511816:25Ham­burg Hbf13:447714:024
1516:387716:32Ham­burg Hbf13:374413:553
1616:424416:36Ham­burg-Damm­tor13:338813:512
1716:519916:45Ham­burg-Altona13:25StartStart13:431
1809:0608:59Gesamt­fahr­zeit09:0008:5018
1907:2307:21Ham­burg Hbf—Nürnberg Hbf07:2707:1719

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