»Würzburg—Frankfurt mit Fahrdraht

18. März 2010 | Von | Kategorie: Laufpläne

Ein großes 58er-Thema haben wir bis jetzt auf db58 nicht „angefasst“: die fortschreitende Elektrifizierung und die Auswirkungen auf den Betrieb im Jahr 1958.

Beginnen wir mit dem Abschnitt Aschaffenburg—Frankfurt. Ab Ende Januar 1958 war der Fahrstrom zwischen Aschaffenburg und Frankfurt angeschaltet. Die ersten Tage galt weiterhin der Dampflokfahrplan und per „Lokdienstregelung“ und zur Personalschulung wurden einige Züge mit E-Loks gefahren.

Am 7. Februar wurden dann per Telegrammbrief nicht nur die an der Kbs 416 und Kbs 417 liegenden Bw darüber informiert, wie sie ab 2. März die Züge zu bespannen hätten, sondern auch das Bw Augsburg und das Bw Lauda. Der 2. März könnte somit als der Starttag angesehen werden, an dem der planmäßige elektrische Betrieb zwischen Aschaffenburg und Frankfurt gestartet wurde.

Drei Wochen nach dieser Ankündigung fotografierte Joachim Claus am 25. März die E 10 001 direkt nördlich der Main-Neckar-Brücke auf der Fahrt in Richtung Hanau.

Nachdem der Aufnahmeort geklärt ist: Welcher Zug hing wohl am Haken? Joachim Claus nennt den D 258 – aber mit Fragezeichen. Der ZpAR nennt für den folgenden Sommer für diesen Zug nur Altbau-Wagen und setzt den Packwagen an die Zugspitze. Welcher Zug ist hier wahrscheinlich abgebildet?

Laut Lokdienstregelung fuhren Nürnberger E-Lok ab 2. März vor folgenden Zügen auf den genannten Kursbuchstrecken:

Wie könnte es weitergehen?

  • Vergleich dieser Leistungen mit den Laufplänen von Sommer und Herbst 1958
  • Weitere Bw
  • Betrieb zwischen 1. Januar und 1. März

Fragen

  • Welcher Zug ist abgebildet?

Quellen

  • Telegrammbrief „Lokdienst-Regelung“ (Danke CCP)
  • Foto Joachim Claus
Schlagworte: , , , ,

2
Hinterlasse einen Kommentar

1 Comment threads
1 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
2 Comment authors
neuste älteste beste Bewertung

Kurz und knackig noch mal meine gegenteilige Vermutung:
1. Packwagen auf der falschen Seite.
2. Es ist sehr selten gewesen, dass ein Zug im Wagenmaterial „abgewertet“ wird: Im Winter noch mit einigen 26,4-m-Wagen unterwegs – im darauf folgenden Sommer nur als Altbauwagenzug gekennzeichnet
3. Der D258 gehörte nicht zu den Leistungen der Nürnberger Lokomotiven

Das mag durchaus der D258 sein. Auch wenn die ZpAR eine Zugbildung aus Vorkriegswagen nennt – die meisten Wagen des Zuges sind offensichtlich solche – so ist durch die zunehmende Ablieferung der Neubauwagen ihr Erscheinen nicht wirklich überraschend.