»ETA 176 beim Bw Kassel

23. November 2010 | Von | Kategorie: ETA 176, Laufpläne, Streckenbenutzung

ETA 176 gleich Limburger Zigarre gleich „Der war nur in Limburg beheimatet.“ – Diese Gleichung geht nicht auf, denn 2 oder 3 Triebwagen waren beispielsweise in den 50er Jahren in Kassel beheimatet. Erst mit der Auslieferung von ETA 150 wurde das Einsatzgebiet langsam kleiner. Für den Sommer 1959 ist ein Laufplan erhalten geblieben. Die Fahrzeiten unterscheiden sich insgesamt nur wenig vom Jahr 1958. Einzig der abendliche Pt 1209 von Karlshafen linkes Ufer nach Kassel Hbf fuhr 1958 noch nicht durch, sondern endete in Hümme. Der Triebwagen kam dann ca. 30 Minuten später als Pt 2661 von Hümme nach Kassel Hbf.

Be = Bebra, Blt = Bad Lauterberg, Göt = Göttingen, Gr = Gerstungen (in der DDR!), Kf = Karlshafen linkes Ufer, Md = Hannoversch Münden, Rg = Rotenburg (Fulda)

Die Segmentierung der Strecken wurde von uns schon mehrgliedriger ausgeführt, damit die Verknüpfungen mit anderen ETA-Dienstplänen später leichter fällt.

Der Laufplan enthält neben der Eilzugfahrt nach Bad Lauterberg noch eine Besonderheit: Nach Laufplan fuhr der ETA nach seinem Halt – laut Kursbuch – in Obersuhl weiter in die DDR nach Gerstungen. Ob diese täglichen Fahrten über die Grenze tatsächlich stattgefunden haben oder ob sie nur hätten stattfinden sollen, konnte von uns nicht abschließend geklärt werden.

Wie könnte es weiter gehen?

  • weitere ETA-Laufpläne des Bw Kassel
  • ETA-Beheimatung in Kassel
  • weitere VT-Laufpläne des Bw Kassel

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Quellen

  • Laufplan von ETA 176 des Bw Kassel vom Sommer 1959 (Danke CCP)
  • Kursbücher von 1958 und 1959
  • Laufplan von ETA 176 des Bw Kassel vom Sommer 1955
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Harald Weber

Die Weiterfahrt des ET 176 von Obersuhl nach Gerstungen klingt plausibel. Der Haltepunkt Obersuhl bot damals keine Möglichkeit, auf das Gleis in Fahrtrichtung Bebra überzuwechseln – dafür musste man tatsächlich weiterfahren bis Gerstungen. 1966 wurde deshalb der neue Bahnhof Obersuhl eingerichtet und der alte Haltepunkt stillgelegt; vgl. Artikel „Von Hönebach nach Obersuhl – damals“ in MIBA 10/1999, S.16-23.

Mit freundlichen Grüßen
Harald Weber, Wildeck-Obersuhl