»Ami-Trucks von Böblingen nach Bremerhaven

1. April 2013 | Von | Kategorie: Militärzüge

Eine Transportanordnung vom November 1957 wirft ein Schlaglicht auf den Militärverkehr der Fahrplanjahre 1957/58. Durch den Beitritt der Bundesrepublik in die NATO und den Aufbau der Bundeswehr konnten die Siegermächte ihre Truppenstärke in Deutschland reduzieren.

Die folgende Anordnung für den Transport von M 34-Lkw der US Army aus Böblingen nach Bremerhaven-Kaiserhafen auf Rungenwagen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit Truppenreduzierung zu sehen.

m34-nach-hause
Rx = Renningen, Ko = Korntal, Kr = Kornwestheim Rbf, Bö = Böblingen, Hd = Heidelberg, Fd = Mannheim-Friedrichsfeld

Dass in den 50er-Jahren schwere Güterzüge von Böblingen nach Kornwestheim nicht durch den Stuttgarter Talkessel fuhren sondern über Renningen, haben wir schon in den Laufplänen für Kornwestheimer Lokomotiven der BR 44 und BR 50 aufgezeigt. Von Kornwestheim bis Mannheim-Friedrichsfeld/Heidelberg war wohl eine Stuttgarter Schnellzug- oder Personenzug-Elektrolok für die Beförderung der Züge eingesetzt worden.

Das Zugbegleitpersonal blieb bis Mannheim-Friedrichsfeld im Zug – ob dort nur Personalwechsel durchgeführt wurde oder auch der Begleitwagen getauscht wurde?

Boeblingen-Bremerhaven-3Was bleibt noch offen?

  • Wir suchen schon lange Unterlagen über typische Laufwege von Güterzügen, die Bremen/Bremerhaven mit Heidelberg/Mannheim verbinden.

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Günter Dutt

Begleitwagen werden bei älteren Fplo als Cab neben den üblichen Pwg besonders ausgewiesen. Dieser Hinweis ist bei dem veröffentlichten Fahrplan nicht vorhanden. Handhabung US-TC Begleitwagen: … Da die Begleitkommandos die Züge erfahrungsgemäß nicht auf dem ganzen Zuglauf begleiten, also häufig wechseln, sind die Begleiterwagen zur Vermeidung umfangreicher Rangierarbeiten vorn hinter dem Pwg einzustellen. Verfügung OBL-US-Zone 22.222 Bbz vom 16. Oktober 1946 nach Amtsblatt Rbd Stuttgart 1946. 1956 besitzt die BD Stuttgart noch ehemalige US-Wagen in zwei Nummernkreisen BDa 900 xxx… Weiterlesen »

Johannes Zimmer

Fd = Mannheim-Friedrichsfeld macht sinn. Mir geht auch noch im Kopf herum, daß das Bw Kr einige Jahre lang buchmäßig keine Ellok beheimatet hatte, sondern “nur” Einsatz-Bw für Ellok aus dem Bw Stuttgart Hbf (1) war. Somit könnte ich mir also durchaus vorstellen, daß hier Ellok im Einsatz waren (würde ja auch zu den Elektrifizierungsangaben passen, die somit einen Lokwechsel in Fd erfordern).

Wie kamen die Lok wieder zurück? 😉

Hallo Detlev!

Inzwischen hat ja Klaus, der Umlaufplanexperte, im Historischen Forum aufgelöst, dass Fd für Mannheim-Friedrichsfeld stehen dürfte. Das entspricht auch eher dem Aktionsradius von Lok und Personal, die ja in dieser Zeit üblicherweise noch gemeinsam eingesetzt waren. Dies ermöglicht nun auch den Einsatz einer Stuttgarter E 17, E 18, E 44 oder gar einer E 52 vor dem Militärtransport.

Schöne Grüße

Joachim

Hallo Joachim, „Lok für alle Züge (…) Bw Stuttgart Kr—Fd“ kann vor allen im Original auch als Hd gelesen werden. Ich kann mir eigentlich auch keine P 8 oder P 10 vor 30 Rungenwagen auf langer Strecke vorstellen. Deswegen meine Vermutung „Stuttgarter Elektrolok“. Drei Termine sind ebenfalls noch wichtig bei der Beurteilung der Fahrstrecke: • Mannheim-Friedrichsfeld—Darmstadt ist zum 1.10.1957 unter Fahrstrom gekommen • Darmstadt—Frankfurt erst nach Fahrt der Dgm am 19.11.1957 • Frankfurt—Hanau sogar erst am 15.1.1958 Im Jahr 1957… Weiterlesen »

„Von Korn­west­heim bis Hei­del­berg war wohl eine Stutt­garter Schnellzug-Elektrolok für die Beför­de­rung der Züge ein­ge­setzt worden.“ Das widerspricht aber der Angabe im Telegramm: Lok für alle Züge (…) Bw Stuttgart Kr – Fd. Da damals noch nicht bis Fulda elektrisch gefahren werden konnte, scheiden Ellok aus. Bleiben noch die guten alten Preußen P 8 und P 10. Für einen solchen Langlauf hat die P 8 sicherlich nicht ausreichend Vorräte (planmäßig kamen Stuttgarter 38er durch den Odenwald maximal bis Frankfurt/M) und… Weiterlesen »