»Züge fürs Bel­gi­sche Mili­tär – Teil 4

13. Mai 2013 | Von | Kategorie: Militärzüge

Für die bel­gi­schen Mili­tär-D-Züge hat sich ab Herbst 1958 an den Fahr­zei­ten gegen­über Som­mer 1958 nicht viel geän­dert, nur der Zug nach Sie­gen kommt etwas spä­ter an – auch die Rou­ten blie­ben gleich

  • Dm 80651 Bru­xel­les Nord (12:15)—Soest (19:51) / Dm 80652 Soest (2:24)—Bruxelles Nord (9:42) – jeden zwei­ten Tag
  • Etm 80751 / Soest (20:01)—Kassel (22:33) / Etm 80752 Kas­sel (23:41—Soest (2:09) –  jeden zwei­ten Tag
  • Dm 80655 / Bru­xel­les Nord (12:15)—Siegen (19:44) / Dm 80656 Sie­gen (2:53)—Bruxelles Nord (9:42) – jeden zwei­ten Tag

Bewe­gung gab es wie­der bei der Wagen­stel­lung und -Rei­hen­folge:

ZpAR-I-58Wi-385-Dm80651

ZpAR-I-58Wi-385-Dm80652

ZpAR-I-58Wi-385-Dm80655

ZpAR-I-58Wi-386-Dm80656

In den letz­ten Tagen wur­den wir ver­mehrt dar­auf ange­spro­chen oder ange­schrie­ben, warum der Pack­wa­gen in der Zug­mitte läuft. Drei Begrün­dungs­mög­lich­kei­ten haben sich bis jetzt her­aus­kris­tal­li­siert:

  • Wel­che Fahr­ten wur­den in Brüs­sel unter der Zug­num­mer 741055 und 741054 durch­ge­führt – war dort diese Wagen­rei­hung nütz­lich?
  • Bei die­ser Wagen­rei­hung konnte in Soest mit sehr wenig Ran­gier­auf­wand ein Zug­teil mit Pack­wa­gen wei­ter nach Kas­sel durch­lau­fen – dann konnte auf den VT 95 ver­zich­tet wer­den.
  • Der Pack­wa­gen diente als „Grenze” zwi­schen rei­sen­den Frauen/Familien und Sol­da­ten­grup­pen.

ARU-58Wi-Siegen

Sie­gen benö­tigte nur noch einen Umlauf­plan, da die Ver­stär­kungs­wa­gen nicht mehr bis Düren son­dern nur noch bis Aachen fuh­ren und des­we­gen auch im Aache­ner Haupt­bahn­hof behei­ma­tet wur­den:

ARU-58Wi-Aachen

Wie könnte es wei­ter­ge­hen?

  • Zug­bil­dung Som­mer 1959

Das passt auf db58 zum Thema:

Quel­len

  • Zp AR I und Zp AU des Win­ters 1957 bis Som­mer 1959
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Zu den Grün­den, warum in den bel­gi­schen Mili­tär­zü­gen ein Pack­wa­gen in der Zug­mitte ein­ge­stellt war, könnte man noch ergän­zen, dass mög­li­cher­weise flä­misch- und wal­lo­nisch-spre­chende Trup­pen­teile getrennt wer­den soll­ten. Bei der bel­gi­schen Armee war das zeit­weise ein sehr bedeut­sa­mer Fak­tor. Auf dem Aache­ner Haupt­bahn­hof hatte die SNCB bei­spiels­weise auch getrennte Auf­ent­halts­räume für flä­mi­sches und wal­lo­ni­sches Zug­per­so­nal des zivi­len Rei­se­ver­kehrs vor­ge­hal­ten. Die bel­gi­schen Eisen­bah­ner muss­ten diese Tren­nung zwar nicht ein­hal­ten, aber je nach Befind­lich­keit hat­ten sie zumin­dest die Mög­lich­keit dazu. Auch in den Kaser­nen der bel­gi­schen Streit­kräfte in Deutsch­land gab es meist die Spra­chen­tren­nung in der Weise, dass ganze Kaser­nen den ein­zel­nen… Weiterlesen »