»BR 56.2-8 im Kali­ver­kehr beim Bw Bebra

3. August 2014 | Von | Kategorie: BR 56.2 • G 8¹, Laufpläne, Streckenbenutzung

Auf allen Bahn­be­trieb­wer­ken der BD Kas­sel an der klas­si­schen Nord-Süd-Stre­cke waren Loko­mo­ti­ven der Bau­reihe 56.2-8 behei­ma­tet: Fulda mit der ehe­ma­li­gen Außen­stelle Elm, Eschwege West und Bebra. Die Loks wur­den auf der N-S-Stre­cke als Schub­lok und für Nah­gü­ter­züge sowie Über­ga­ben ein­ge­setzt. Um Elm her­um­gab es auch Per­so­nen­zug-Leis­tun­gen. Beim Bw Bebra lag der Schwer­punkt der 56er-Leis­tun­gen im Tran­sit­ver­kehr aus dem Werra-Kali­re­vier über Gers­tun­gen nach Bebra.

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streckensegmente-br-56-bebraBm = Blan­ken­heim Betr. Bf, Cg = Corn­berg, Gr = Gers­tun­gen, Hf = Bad Hers­feld, Hl = Heim­bold­s­hau­sen, Hn = Höne­bach, Hw = Herin­gen (Werra), Nh = Neu­kir­chen (Kr. Hün­feld), Oa = Ober­aula, P = Phil­ipps­thal

Einige wenige Leis­tun­gen des Lauf­plans 82.27 vom 22. Februar 1959 wur­den zu Beginn des Herbst­plan 1958 noch von den Bebra­ner Loks der BR 38.10 gefah­ren.

Die Kurs­buch­stre­cke 192m war durch die deut­sche Tei­lung zur DB-Insel an der Werra gewor­den. Auf die Stre­cke zwi­schen Phil­ipps­thal und Wid­ders­hau­sen konnte man nur über Gers­tun­gen in der DDR oder über die Hers­fel­der Kreis­bahn­stre­cke gelan­gen. Schwan­kun­gen in den poli­ti­schen Bezie­hun­gen zur DDR ver­sperrte immer wie­der für einige Jahre den Weg über Gers­tun­gen – um 1958 herum war jedoch die Fahrt über DDR-gebiet frei. Drei der Güter­züge mit Kali-Leer­wa­gen für Heim­bols­hau­sen star­te­ten nicht im Bebra­ner Güter­bahn­hof, son­dern benutz­ten die Ver­bin­dungs­kurve vom Blan­ken­hei­mer Betriebs­bahn­hof nach Höne­bach.

Die schwe­ren Güter­züge erhiel­ten zwei­mal zur Unter­stüt­zung und zum ver­ein­fach­ten Kopf­ma­chen in Gers­tun­gen eine Druck­lok ans Zugende. Wei­tere Druck­lok­dienste wur­den für D- und F-Züge von Bebra hin­auf nach Corn­berg und Höne­bach gefah­ren.

Bei der Aus­wer­tung des Lauf­plan sind zwei Details nicht ganz klar: Ver­steckt sich hin­ter der Kür­zel „Nh“ tat­säch­lich Neu­kir­chen im Kreis Hün­feld (das Num­mern­sys­tem der Über­ga­be­fahr­ten auf der Kbs 192 spricht dafür), und was pas­sierte genau am fünf­ten Umlauf­tag zwi­schen 7 und 10 Uhr?

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Was passt auf db58 zum Thema?

Wel­che The­men könn­ten die­sen Bei­trag ergän­zen?

  • Schie­be­dienste auf der Nord-Süd-Stre­cke
  • Zug­bil­dun­gen

Quel­len

  • Lauf­pläne 82.27 des Bw Bebra vom 22. Sep­tem­ber 1959
  • Kurs­buch Herbst 1958
  • Deut­sche Klein- und Pri­vat­bah­nen – Band 8: Hes­sen von Gerd Wolff und Andreas Chris­to­pher, EK-Ver­lag 2004
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Michael Gauler

Zum 56er-Umlauf­plan des Bw Bebra, Plan­tag 5, Herbst 1958: Die Sperr­fahrt 15302 brachte die Güter­wa­gen von Höne­bach gescho­ben nach Obersuhl für das dor­tige Lade­gleis und nahm die Wagen wie­der nach Höne­bach mit. Da man den „Bahn­hof“ in Obersuhl, in dem die Schie­nen­busse wen­de­ten, erst 1966 durch Ein­bau eini­ger Wei­chen schuf, mußte die Lade­straße in Obersuhl wäh­rend des Kal­ten Krie­ges von Höne­bach aus bedient wer­den! Inter­es­sant ist im glei­chen Umlauf­tag auch der Schü­ler­zug P 2258 von Bad Hers­feld nach Ober­aula, anschlie­ßend ging es wie­der als Leer­vor­spann bei P(to ?) 2269 zurück nach Bad Hers­feld. Eben­falls inter­es­sant ist die Ein­tra­gung im Lauf­plan­tag 4,… Weiterlesen »