»Bespannung der Eilzüge Hamburg—Kiel

3. Oktober 2014 | Von | Kategorie: kurz gemeldet

Aus den Vermerken zur Planung des Jahresfahrplans 1958:

Nach dem Deckblatt 1 der Anlage 4 (liegt uns nur teilweise vor) lassen sich außer 952/993 alle Eilzüge in einem günstigen Lokumlauf mit 4 Lok fahren. Da 1,5 S-Lok schon dafür eingesetzt sind, würde der Mehrbedarf etwa 2,5 (3) S-Lok betragen. Wenn man jedoch nach Deckblatt 2 (liegt uns nur teilweise vor) alle E-Züge für Bw Altona einkuppelt, so würden lediglich E 977/E 950 mit Sonderlok gefahren. Die Kupplungen in Kiel würden zwar länger, aber der Mehrbedarf würde bei 4,5 erforderlichen und davon 1,5 vorhandenen S-Lok auch nur 3 S-Lok betragen. Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit wäre die Ausnutzung der Sonderlok, die als 0,5 Lok gerechnet wurde.

Wenn diese Züge mit S-Lok gefahren werden, dann können die Saisonzüge nach Westerland mit BR 41 befördert werden. S-Lok werden damit allerdings nicht gewonnen, da die Züge ohnehin mit BR 41 gefahren wurden. Es werden dafür dann aber keine S-Lok benötigt.

Die weitere Belastung des Bw Altona ist aber nicht ratsam, während eine Entlastung des Bw Kiel sehr unerwünscht ist. Altona ist genügend belastet und befindet sich im weiteren Ausbau und in der weiteren Entwicklung unter den Auswirkungen der Strukturwandlung. Außerdem ist es auch mit Bezug auf Wohnungsschwierigkeiten nicht zu empfehlen, Kräfte von Kiel nach Hamburg zu bringen. Aus diesen Gründen wäre zu überlegen, ob man Kiel nicht eine kleine S-Lok-Gruppe gibt und die Leistungen von Kiel fährt. M. W. muß aber die HVB die Zustimmung geben, wenn Kiel Schnellzug-Bw wird.

Diese Angelegenheit ist mit Herrn Dez 21 der BD Hamburg besprochen worden, der die gleiche Ansicht vertritt.

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