»Güterumgehungsbahn Hamburg

6. November 2014 | Von | Kategorie: Streckenbenutzung

Die heute stark frequentierte Hamburger Güterumgehungsbahn von Veddel (früher von Hamburg Hgbf Han) über Rothenburgsort, Horn, Barmbek und Lokstedt zum Verschiebebahnhof nach Eidelstedt entstand aus verschiedenen Streckenteilen. Der älteste Teil diente ab 1902 der Verbindung der Lübeck-Büchner Eisenbahn ab Wandsbek mit der Berlin-Hamburger Eisenbahn in Rothenburgsort und ab 1903 mit dem Hannoverschen Bahnhof. Im Zuge der Neuordnung der Gleisanlagen in Hamburg durch den Bau des Hauptbahnhofs (eröffnet 1906)  und des Umbaus des Hannoverschen Bahnhofs zum Eilgüterbahnhof und des angrenzenden Gleisfelds auf der anderen Seite der Pfeilerbahn zum Hauptgüterbahnhof wurde eine Bündelung des Güterverkehrs vom Osten und Süden im Südosten der alten Kernstadt erreicht. Die Industrialisierung Barmbeks (Nordosten) erforderte ebenfalls einen Gleisanschluss, aber auch die ländlicheren Gebiete um Langenhorn sollten erschlossen werden. Hierfür wurde 1907 ab Horn parallel zur heutigen S-Bahn-Strecke nach Ohlsdorf ein drittes Gütergleis nach Barmbek verlegt – weiter nach Ohlsdorf wurden die S-Bahngleise benutzt. Von Ohlsdorf bis Ochsenzoll wurde wieder ein drittes Gleis – nun parallel zur Hochbahn – verlegt.

HH-Gueterumgehungsbahn

Lokstedt im Norden Hamburgs erhielt eine Stichstrecke von Eidelstedt (Nordwesten) her: Als Datum findet man im Web 1922 [Quelle]. Der Lückenschluss im Staatsbahnnetz nach Barmbek erfolgte nach dieser Quelle 1941 mitten im 2. Weltkrieg. Während des Zweiten Weltkriegs soll die Strecke intensiv als Umgehungsstrecke genutzt worden sein – 1958 sah es jedoch wieder anders aus: Nur 11 Güterzüge befuhren planmäßig den nördlichen Teil der Güterumgehungsbahn. In den Bildfahrplänen von 1962 sind es dann dort schon wieder knapp 30 Güterzüge.

Der folgende scrollbare Plan – aus mehreren Seiten zusammenkopiert – funktioniert noch nicht ganz so wie gewollt: Im Scrollbereich muss erst genau auf den verkleinertern Plan geklickt werden (Lupe sichtbar auf PCs), bevor sich das Kopfbild und die „24 Stunden“ zusammenschieben lassen.

Hamburg-Hgbf—Barmbek—Eidelstedt-05

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Züge, die von Rothenburgsort bis kurz nach Horn verzeichnet sind, wechselten auf die Strecke nach Lübeck. Ob es ein Ziel (Anschlussgleis) zwischen Horn und Barmbek gab, ist uns bis jetzt nicht bekannt.

Die Züge, die zwischen Barmbek und Lokstedt den Plan bei der Alten Wöhr „verließen“, fuhren mindestens weiter bis nach Ohlsdorf oder sogar bis nach Ochsenzoll.

Quellen

  • Bildliche Darstellung der Güterzug-Verbindungen (Stand Sommer 1958 bis Winter 1959)
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