»Karl-Ernst Maedel (1) – Alte Meis­ter … (EK-Ver­lag)

12. August 2015 | Von | Kategorie: Literatur

0326-120Wer kennt ihn nicht? Den Alt­meis­ter der Eisen­bahn­schrift­stel­ler, Karl-Ernst Maedel. Viele Bücher über Eisen­bah­nen Anfang der sech­zi­ger Jahre stam­men aus sei­ner Feder, als Bei­spiel sei hier das Stan­dard­werk „Geliebte Dampf­lok“ aus dem Frankch-Ver­lag genannt. In die­sen Büchern waren auch Fotos vom ihm ver­öf­fent­licht. Das machte über Jahr­zehnte neu­gie­rig. Gab es da noch mehr? Es gab – und die­ses sei Wolf­gang Löckel als Her­aus­ge­ber gedankt, der zusam­men mit dem jüngs­ten Sohn des Alt­meis­ters die Foto­samm­lung des Vaters durch­fors­tete und rd. 400 Fotos für die bei­den Bücher aus­wählte und kom­men­tierte – dabei sich immer den Rat von Fach­män­nern hin­zu­zie­hend. Im vor­lie­gen­den Band 1 sind 175 Bil­der aus der Zeit von 1956 bis 1960 ver­öf­fent­licht wor­den. Der zweite Band soll im Herbst 2015 erschei­nen.

Das Buch ist chro­no­lo­gisch nach dem Datum der Auf­nah­men auf­ge­baut und zeigt das Schick­sal einer Flücht­lings­fa­mi­lie aus Halle/Saale, die hier im Wes­ten erst ein­mal Fuß fas­sen musste, bevor sich Maedel sei­nem Hobby Eisen­bahn wid­men konnte. So sind die ältes­ten Fotos in Ober­hau­sen und Umge­bung gemacht wor­den, wo die Fami­lie damals wohnte. Das Buch zeigt Fotos von Lok und Zügen aus:

  • Ober­hau­sen und west­li­ches Ruhr­ge­biet
  • von Aus­flü­gen in nähere und wei­tere Umge­bung (Rhein­tal, Ber­gi­sches Land)
  • von einer Dienst­reise nach Würz­burg
  • von Ferien in Süd­deutsch­land
  • Frank­furt (Main) (neuer Wohn­ort der Fami­lie) und Umge­bung bis Bebra und Elm

Fazit: Das Bestechende des Buches sind die vie­len Zug­auf­nah­men aus dem genann­ten Zeit­raum, viel­fach las­sen sich Lok und Wagen­ty­pen iden­ti­fi­zie­ren – natür­lich auch für das Pro­jekt DB 1958, wo man aus den Bil­dern die Wagen­rei­hung und die Zug­lok erken­nen kann.

Link

Alte Meis­ter der Eisen­bahn-Pho­to­gra­phie: Karl-Ernst Maedel (1); EK-Ver­lag 2015 – unter die­sem Link fin­den Sie auch die tech­ni­schen Daten wie Sei­ten­an­zahl usw.

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Hallo Herr Berg­hoff,
bei dem 3. Wagen hin­ter der BR 24 han­delt es sich um einen 2-ach­si­gen Abteil­wa­gen der Holz­bau­art, ehem. 4. Klasse, die 1921 in Dienst gestellt wur­den, der spä­te­ren Bau­art Cd 21 oder Cd 21a.
Erkenn­bar ist das für Hol­bau­ar­ten typi­sche Speng­werk. Von die­sen Wagen hatte die DRB knapp 1.500 Wagen beschafft. Der Wagen hat 9 Fens­ter, das mitt­lere ist das Klo­fens­ter. Bis 1964 waren diese Wagen im DB- Bestand.

Beste Grüße
Klaus Kosack

Moin, habe das Buch gerade bekom­men. Das Titel­bild wirft auch bei mir direkt eine Frage auf – nach dem 3. Wagen des Zuges. Schaut bitte mal genau hin – das ist ein ehe­ma­li­ger 3-Ach­ser mit schma­lem Rah­men, aber mit Ein­heits­wa­gen­kas­ten (wirk­lich ein Stahl­auf­bau?). Der ist mir noch nicht begeg­net.