»Per­so­nen­ver­kehr nach Urach – Kbs 325b

29. Oktober 2015 | Von | Kategorie: Fahrpläne, Kursbuchstrecken, »Preußen«, »Württemberger«

In Met­zin­gen zweigt die Stich­stre­cke nach Urach am Fuße der Alb von der elek­tri­fi­zier­ten Haupt­stre­cke von Stutt­gart nach Tübin­gen ab. Die land­schaft­li­che Schön­heit des Ermstals führte am Wochen­ende zu inten­si­vem Aus­flugs­ver­kehr nach Urach und zu den Ura­cher Was­ser­fäl­len.

Metzingen-Urach

DB-Kursbuch-Sommer-1958-Teil-4-BaWuBay-Seite-183
Dun­kel­grün = mon­tags bis frei­tags – hell­grün = sams­tags – orange = sonn- und fei­er­tags

Der Pen­del­ver­kehr zwi­schen Met­zin­gen und Urach wurde von Loks der Bau­reihe 75.0 der Außen­stelle Reut­lin­gen des Bw Tübin­gen gefah­ren. Ein Lauf­plan wird im EK-Bau­rei­hen­buch zur Bau­reihe 75.0 zitiert.

Für den Per­so­nen­zug-Dienst war eine Stamm­gar­ni­tur not­wen­dig, die dafür not­wen­di­gen Wagen waren in Urach behei­ma­tet.

29960-Umlauf-UrachZpBU-BD-Stuttgart-1958-Sommer-S-148-149

Uracher-bedarf

Die Wagen­num­mern sind bekannt:

Uracher-wagen-n

036

Post

Die Post gelangte werk­tags mit dem Früh­zug P 3251 als „T-Post“ von Met­zin­gen nach Urach. Post aus dem Erms­tal wurde werk­tags mit dem P 3270 („T“) und dem Gmp 9266 („E“), sams­tags zusätz­lich mit dem P 3264 („T“) und sonn-/fei­er­tags mit dem P 3254 sowie dem P 3272 (bei­des „E-Post“) nach Met­zin­gen beför­dert.

  • T = Trans­port-Bahn­post (Beför­de­rung von Sen­dun­gen in geschlos­se­nen Bahn­post­wa­gen, Güter­wa­gen oder Post­ab­tei­len)
  • E = Eisen­bahn­schaff­ner-Bahn­post (Beför­de­rung von Brief­beu­teln durch Eisen­bahn­zug­per­so­nal)

Quel­len

  • Kurs­buch Som­mer 1958
  • Post­kurs­buch Herbst 1958
  • Über­sicht über Bestand und Bedarf an Rei­se­zug­wa­gen, Trieb-, Steuer- und Bei­wa­gen, Bun­des­bahn­di­rek­tion Stutt­gart; Som­mer 1958
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Günter Dutt

Cid 92 674 Wü 04 nach Auf­nah­me­zet­tel 1949/1950 mit einer neue Innen­ein­rich­tung. Anstelle der 4. Klasse-Bret­ter­bänke erhielt der Wagen Lat­ten­bänke in 2+2-Anordnung. Die Län­der­bahn­kenn­zeich­nung Wü 04 blieb hier­bei (wie auch bei wei­te­ren Umrüs­tun­gen Wü 04) unver­än­dert.
Ab 1950/1951 erhiel­ten auch die Bau­ar­ten Wü 08, Wü 12 und Wü 21 unter­schied­li­che neue Innen­ein­rich­tun­gen. Hier wur­den die Kenn­zeich­nun­gen ver­än­dert, mini­mal Wü 08/ oder mit Endung /51, /52, /52a.

Gruß
Gün­ter Dutt