»Euro­päi­sche Rei­se­zug­fahr­plan- und Wagen­bei­stel­lungs­kon­fe­renz Lis­boa

26. Februar 2016 | Von | Kategorie: Statistiken und Konferenz-Protokolle

Vom 10. bis 20. Okto­ber 1956 tra­fen sich in Lis­sa­bon die euro­päi­schen Bahn­ver­wal­tun­gen zur Fort­ent­wick­lung des inter­na­tio­na­len Bahn­ver­kehrs. Thema: Pla­nung des inter­na­tio­na­len Reis­zug­ver­kehrs in der Fahr­plan­pe­ri­ode 1957/1958. Drei Tage nach der Kon­fe­renz – am 23. Okto­ber 1956 – begann in Ungarn der Volks­auf­stand …

Wir ver­öf­fent­li­chen hier in loser Folge Noti­zen aus den Pro­to­kol­len, wenn sie den Ver­kehr in und nach West­deutsch­land tan­gie­ren.

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Bei die­ser Kon­fe­renz gab es 977 Grup­pen­ver­hand­lun­gen. In der Kon­fe­renz 1 tra­fen sich z.B. Ver­tre­ter der BR und SR (Lon­don) mit Vetre­tern der SNCF und CIWL (Paris), um Fahr­pl­an­la­gen für den hoch­wer­ti­gen Ver­kehr von und nach Lon­don mit Frank­reich zu dis­ku­tie­ren.

Den ers­ten „Auf­tritt“ eines deut­schen Ver­tre­ters fin­det man in der Ver­hand­lung 10 über den Ver­kehr London—Dover—Oostende, zu dem die Bri­ten ein­ge­la­den hat­ten.

Die erste Auf­tritt eines Ver­tre­ters der DR fand in der Ver­hand­lung 60 statt:

Wir bit­ten um Aus­spra­che über die Auf­nahme einer Schnell­trieb­wa­gen­ver­bin­dung Ber­lin – Köln – Paris unter Betei­li­gung der Stu­di­en­kom­mis­sion der Orga­ni­sa­tion <<Trans-Europ-Express>>.

In der Aus­spra­che erklärte der Ver­tre­ter der DR, dass die DR die Schaf­fung von SVT- und TEE-Ver­bin­dun­gen unter­stützt. Sie ist nach wie vor für die Schaf­fung einer durch­ge­hen­den Tages­trieb­wa­gen­ver­bin­dung zwi­schen Ber­lin und Paris.

Der Ver­tre­ter der SNCF teilte mit, dass die SNCF gegen­wär­tig nicht in der Lage sei, einen Schnell­trieb­wa­gen zu stel­len, und schlug daher vor, die Trieb­wa­gen­leis­tun­gen durch die DR oder DB zu über­neh­men. Die­sem Vor­schlag konn­ten beide Ver­wal­tun­gen lei­der nicht zustim­men.

Der Ver­tre­ter der DR bedau­erte, dass die Ver­bin­dung auch für den Jah­res­fahr­plan 1957/58 noch nicht zustande kom­men kann. Er schlug vor, von und zu den zwi­schen Ber­lin und Aachen neu ver­ein­bar­ten Zügen D 120/119 Anschlüsse in Dort­mund an die bereits ver­keh­ren­den F 168 und F 185 nach und von Paris her­zu­stel­len. Damit würde eine schnelle und bequeme Ver­bin­dung zwi­schen Ber­lin und Paris mit einer Rei­se­zeit von etwa 16 Stun­den geschaf­fen.

Die DB und SNCF erklär­ten hierzu ihr Ein­ver­ständ­nis.

Leh­mann. Freund. Hüs­ken. Oli­vier. Weck­mann. Peu­kert. Crem. Baweins. Lor­riot. Plou­viez. Tiesse. Prok­scha. Sie­gert

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Quel­len:

  • Nie­der­schrif­ten der Euro­päi­schen Rei­se­zug­fahr­plan­kon­fe­ren­zen und der Euro­päi­schen Wagen­bei­stel­lungs­kon­fe­renz für das Jahr 1957/56 – Lis­boa – 10. bis 20. Okto­ber 1956

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